Erdogan Gives “Green Light”: UN Launches New Initiative on Cyprus by the End of 2026
In einem Interview mit dem zyprischen Fernsehsender Alpha TV am Dienstagabend sagte Christodoulides, er sei darüber informiert worden, dass Guterres durch seine Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im März ermutigt worden sei.
„Wir könnten uns Entwicklungen nähern, die zu einem Friedensplan führen könnten“, betonte der zyprische Präsident.
Christodoulides erklärte, dass derzeit intensive Hintergrundkonsultationen laufen, die sowohl die Zypern-Frage als auch Energieprojekte im östlichen Mittelmeer betreffen. Er deutete an, dass konkrete Fortschritte bereits im Jahr 2026 oder sogar noch früher, vor dem Ende des Mandats des UN-Generalsekretärs, möglich seien.
Zu den nächsten Schritten gehöre voraussichtlich die Einberufung einer neuen informellen multilateralen Konferenz über Zypern in diesem Sommer sowie der Besuch der persönlichen Beauftragten des UN-Generalsekretärs, María Ángela Holguín, auf der Insel im Juni.
Zypern ist seit 1974 geteilt, als die Türkei nach einem griechisch gesteuerten Militärputsch den Norden der Insel besetzte. Die Insel bleibt bis heute gespalten: im Süden die international anerkannte Republik Zypern, die von griechischen Zyprern regiert wird, und im Norden die nur von Ankara anerkannte Türkische Republik Nordzypern. Dazwischen verläuft eine von den UN überwachte Pufferzone.
Die letzten ernsthaften Verhandlungen über eine Wiedervereinigung im Modell einer bizonalen, bikommunalen Föderation scheiterten 2017. Bereits 2004 hatten die griechischen Zyprer den UN-Annan-Plan abgelehnt, da er ihrer Ansicht nach keine ausreichenden Sicherheitsgarantien und Eigentumsrechte für die Vertriebenen bot.
Trotz früherer Misserfolge hält Nikosia weiterhin an der Formel einer bizonalen, bikommunalen Föderation fest und verknüpft Fortschritte in der Zypern-Frage mit den Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union.
Im Energiebereich berichtete Christodoulides von positiven Entwicklungen: Die Verhandlungen mit den Unternehmen ENI und Total verlaufen erfolgreich, und in den kommenden Wochen wird eine Entscheidung über den Export von Erdgas über Ägypten nach Europa erwartet. Ebenfalls in den nächsten zwei Wochen sind neue Gespräche mit ExxonMobil über bereits vergebene und mögliche neue Lizenzen geplant.
Diese wirtschaftlichen Perspektiven könnten zusätzlichen Schwung für die Wiederaufnahme des seit Langem festgefahrenen politischen Dialogs zur Zypern-Frage geben.
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